Menschen und Arbeitsplatz

Ein sicheres, stabiles Arbeitsumfeld, individuelle Leistungsförderung und Vielfältigkeit in unseren Teams.
An über 700 Standorten stellen knapp 77.000 Menschen weltweit ihr Können unter Beweis. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten mit vereinten Kräften daran, dass die Bauwerke termingerecht in der geforderten Qualität fertiggestellt werden. Damit diese Aufgabe Tag für Tag gelingt, ist STRABAG als Arbeitgeberin gefordert, für faire Beschäftigungsbedingungen zu sorgen: Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz sicherstellen, Gleichstellung von Frauen und Männern fördern sowie die Menschenrechte an allen Standorten einhalten.

ARBEITSSICHERHEIT



Verglichen mit anderen Industriezweigen ist das Unfallrisiko im Baugewerbe höher: Bestimmte Situationen auf Baustellen bergen Absturzgefahr, Arbeiten finden in Verkehrsnähe statt, und es kommen schwere Maschinen zum Einsatz. Spezielle Risiken entstehen z. B. durch den Einsatz von Leitern und Gerüsten, bei extremen Temperaturen und UV-Strahlung, unter Lärm und Vibration und bei Staubaufkommen. Durch technische Entwicklungen konnten die Risiken im Laufe der letzten Jahre reduziert werden, sodass auch in der Bauwirtschaft die Arbeitsunfallzahlen rückläufig sind.

Projekte und Initiativen

Um das Bewusstsein aller Beteiligten für die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz zu schärfen, rollte STRABAG 2019 eine konzernweite Initiative aus: Wir haben uns ein klares Ziel gesetzt und in der Botschaft „Vision Zero – Null Unfälle“ formuliert. Dieses Ziel fordert alle gleichermaßen auf, einen persönlichen Beitrag zu leisten. Unser Leitsatz lautet daher: „1>2>3 Entscheide Dich für Sicherheit“.

Hinter 1>2>3 stehen drei wesentliche Schritte: 1>Stoppen! Nimm Dir Zeit und beurteile die Situation, bevor Du loslegst. Die Sekunden vor dem nächsten Arbeitsschritt sind entscheidend! 2>Denken! Setze Dich mit den nächsten geplanten Arbeitsschritten auseinander, bereite sie gut vor und mache Dich für sicheres Arbeiten stark. 3>Handeln! Handle verantwortungsvoll und arbeite sicher.

Ziele und Indikatoren



¹Die Unfallhäufigkeit wird berechnet aus der Anzahl der Arbeitsunfälle pro 1 Mio. produktive Arbeitsstunden und war vergleichbar mit jener des Vorjahres. Gewertet werden dabei Arbeitsunfälle (ohne Wegunfälle zwischen Wohn- und Arbeitsort sowie ohne Berufskrankheiten) mit einem Arbeitsausfall von zumindest einem Kalendertag, gezählt ab dem Tag nach dem Arbeitsunfall.

Mehr zu Arbeitssicherheit finden Sie im aktuellen Geschäftsbericht.

GESUNDHEITSSCHUTZ

Die Gesundheit und Leistungsfähigkeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erhalten, ist uns ein zentrales Anliegen und für einen langfristigen Unternehmenserfolg unverzichtbar. Das Arbeiten im Baugewerbe wird in der Öffentlichkeit vor allem mit schwerer körperlicher Leistung verbunden. Doch auch die psychische Belastung kann zu einem Thema werden. Die psychosoziale Gesundheit durch Stressprävention und -bewältigung zu stärken, ist daher eines unserer wichtigsten Handlungsfelder im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM).

Projekte und Initiativen

Die Zusammenarbeit von BGM, der Arbeitssicherheit und den arbeitsmedizinischen Diensten sieht u. a. die Organisation von Gesundheitsaktionen in Niederlassungen sowie auf Baustellen vor. Präventionsangebote, wie z. B. Gehör-, Seh-, Lungenfunktionstests, Wirbelsäulen-Screenings sowie individuell zusammengestellte Aktionen, erweitern das Angebot für unsere gewerblichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Mit Auftreten der COVID-19-Pandemie ist die Bedeutung eines funktionierenden betrieblichen Gesundheitsschutzes deutlich in den Vordergrund getreten. An den Standorten und auf den Baustellen wurden umfangreiche Maßnahmen gesetzt, um alle Anwesenden bestmöglich zu schützen. Sie sind geprüft und ausgerüstet, um die erforderlichen Hygiene-Standards zu erfüllen. Auch entsprechende COVID-19 Standort-Guidelines wurden ausgearbeitet und umgesetzt. So können wir darauf hinarbeiten, sukzessive zum Normalbetrieb zurückzukehren.

Ziele und Indikatoren


Die Krankheitsausfall-Quote ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Sie berechnet sich aus dem Verhältnis der Krankenstandstage zu den Arbeitstagen.

Mehr zum Thema Gesundheitsschutz finden Sie im aktuellen Geschäftsbericht.


STRATEGISCHE PERSONALENTWICKLUNG



Die Bauwirtschaft ist eine personalintensive Branche, deren Geschäftsergebnis maßgeblich vom Engagement der in ihr tätigen Menschen beeinflusst wird – nicht zuletzt deshalb, weil sie aufgrund von Fachkräftemangel und saisonbedingten Engpässen einen kritischen Faktor darstellen. Der STRABAG-Konzern antwortet auf diese Themen mit einer konsequenten strategischen Personalplanung und der kontinuierlichen Weiterbildung und -entwicklung seiner Beschäftigten.

Projekte und Initiativen

Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, fördern und optimieren wir die bedarfsorientierte fachliche und persönliche Entwicklung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Nur so können wir unseren Kundinnen und Kunden eine termin- und fachgerechte Umsetzung ihrer Projekte garantieren. Der Weiterbildungsbedarf ist vorwiegend im Rahmen des Mitarbeitergesprächs zu erheben. Dieses essentielle Instrument der Mitarbeiterführung ist von der bzw. dem Vorgesetzten zumindest jährlich durchzuführen und bietet Gelegenheit für wechselseitiges Feedback.

Ziele und Indikatoren

Die Vorbereitung sowie die Dokumentation des Mitarbeitergesprächs wurden im letzten Jahr digitalisiert. Im Jahr 2019 wurden im gesamten Konzern mit 60 % aller Angestellten strukturierte Mitarbeitergespräche geführt. Wir streben einen Anteil von 80 % bis zum Jahr 2022 an. Der in den Gesprächen identifizierte Weiterbildungsbedarf wird in Form von Seminaren individuell bearbeitet. Im Berichtszeitraum betrug die Kennzahl „Trainingstage pro Angestellter/Angestelltem“ 1,42 .




Mehr zu Strategischer Personalentwicklung finden Sie im aktuellen Geschäftsbericht.


GLEICHSTELLUNG VON FRAUEN UND MÄNNERN


Die Bauwirtschaft als Berufssparte beschäftigt in den technischen Berufen traditionell überwiegend Männer. Frauen sind daher in allen Hierarchieebenen unterdurchschnittlich repräsentiert. Unter anderem der Fachkräftemangel erfordert allerdings, dass der Sektor in Zukunft stärker als bisher auf die Arbeitskraft von Frauen setzt. Wenn es gelingt, mehr Frauen für eine berufliche Tätigkeit im Bauwesen bzw. bei STRABAG zu begeistern, wird damit auch die Basis für eine höhere Repräsentation von Frauen in den Führungsgremien gelegt.

Projekte

Insbesondere im Hinblick auf Potenzial- und Leistungsträgerinnen und -träger konkurriert STRABAG mit anderen Bauunternehmen um flexible und möglichst mobile Mitarbeitende. STRABAG steigert ihre Attraktivität als Arbeitgeberin auch mittels einer besseren Vereinbarkeit von Karriere und Familie. So haben die jeweiligen Familien die Möglichkeit, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die beruflich ins Ausland entsendet werden, zu begleiten. Weiters ist im Jahr 2014 ein Leitfaden und Prozess für ein Elternkarenz/Elternzeit- und Rückkehrmanagement entwickelt worden. Die Vereinbarkeit von Karriere und Familie fördern soll außerdem die Möglichkeit für mobiles Arbeiten (Home Office), deren Rahmenbedingungen 2018 in einer vorerst auf zwei Jahre befristeten Konzernrichtlinie festgehalten wurden.

Ziele und Indikatoren

Um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und von der Vielfalt unterschiedlicher Sichtweisen zu profitieren, hat sich STRABAG im Jahr 2013 das Ziel gesetzt, den weltweiten Frauenanteil im Konzern jährlich zu heben – also für eine höhere Repräsentanz von Frauen im Konzern zu sorgen.


³ Berechnungsgrundlage: erstmals 2018 Köpfe, davor FTE
4 Definition Management: Hierarchieebenen ab Bereichsleitung

Mehr zur Gleichstellung von Frauen und Männern finden Sie im aktuellen Geschäftsbericht.


MENSCHENRECHTE


Durch unser Angebot an Bauleistungen auch in strukturschwachen Regionen leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Ausbau von Infrastruktur und zur Schaffung von Arbeitsplatzen. Wir führen jedoch auch einzelne Projekte in Ländern aus, die bezüglich ihrer menschenrechtlichen Praxis in der internationalen Kritik stehen.

Projekt und Initiativen

Der Code of Conduct wurde um eine Anlage zum Thema „Grundsätze zu Beschäftigungsbedingungen und Menschenrechten“ ergänzt, die als gesondertes Dokument unter Business Compliance zu finden ist, allen Mitarbeitenden zur Beachtung und Einhaltung zur Kenntnis gebracht und in die bestehenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen bzw. vergleichbaren Bedingungswerke aufgenommen wurde. Zudem wurde eine Erklärung gemäß UK Modern Slavery Act ebenfalls unter Business Compliance veröffentlicht.
Im Geschäftsjahr 2018 wurde eine konzernweite digitale Hinweisgeberplattform bei einem konzern-externen Anbieter eingerichtet, über die Hinweise und Anliegen online und auf Wunsch auch anonym vorgebracht und systematisch bearbeitet werden können.

Ziele und Indikatoren

Die Schaffung und Aufrechterhaltung von Beschäftigungsbedingungen unter Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen und der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sind ein wesentliches Ziel im Wertesystem des STRABAG-Konzerns.
Die Zielerreichung wird anhand des folgenden Indikators gemessen:

  • Anzahl der festgestellten Diskriminierungsfälle ¹ im Berichtsjahr (Zuordnungsdatum = Datum der abschließenden Feststellung):1
Im abgelaufenen Geschäftsjahr gab es hierzu insgesamt zwölf Kontaktaufnahmen (größtenteils innerhalb der Kategorie Mobbing) über das Ombudswesen. In fünf Fällen war die Untersuchung Ende 2019 noch nicht abgeschlossen.

¹ Hierzu zählen gemeldete Fälle innerhalb der Kategorien „Fremdenfeindlichkeit“, „Mobbing“ und „Stalking“.

Mehr zum Thema Menschenrechten finden Sie im aktuellen Geschäftsbericht.



Auf der Website veröffentlicht am 27.07.2015 – Zuletzt publiziert am 20.01.2021 8:26:54
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