Ökologische Verantwortung

Unser Beitrag zum Klima- und Umweltschutz: Ressourcen schonen und Energie effizient einsetzen
MATERIALIEN



Wirtschaftswachstum, die weltweite Bevölkerungszunahme sowie die notwendigen Anpassungen an den Klimawandel stimulieren den Bau und Erhalt von Gebäuden und Infrastruktur. Dafür werden Baurohstoffe in beträchtlichen Mengen benötigt, z. B. Sand, Kies oder Bruchstein.
Der jährliche Bedarf an diesen natürlichen Zuschlagstoffen im Bauwesen beträgt allein in der EU ca. 2.105 Mio. t und stellt den größten Rohstofffluss in der Wirtschaft dar. Obwohl die innereuropäische Produktion an mineralischen Baustoffen den Bedarf fast vollständig deckt, stößt eine Ausweitung der Rohstoffgewinnung schnell an ökologische, soziale und wirtschaftliche Grenzen. Nicht nur die Entnahme von Rohstoffen ist ein wesentliches Thema für den Bausektor; letztendlich gelangen alle verbauten Materialien in Folge von Instandsetzung oder Abriss als Emissionen und Abfälle wieder zurück in die Umwelt. Deshalb fördert STRABAG einen Wandel hin zu einer ressourcenschonend ausgerichteten Kreislaufwirtschaft.

Projekte und Initiativen

Der Bausektor trägt eine zentrale Verantwortung bei der Weiterentwicklung der effizienten Verwendung von Primärrohstoffen.
STRABAG hat dies vor vielen Jahren erkannt und versucht u. a. durch die Aufbereitung und Rückgewinnung von Baustoffen wie Asphalt einen Beitrag zu leisten. Technologischer Fortschritt und schärfere gesetzliche Vorgaben fördern diese positive Entwicklung. Vor allem der Verkehrswegebau bietet hier großes Potenzial: Mit dem Recycling eingesetzter Materialien werden Treibhausgase reduziert und wertvolle Primärrohstoffe durch Wiederverwendung eingespart. Hinzu kommt unsere hohe Eigenbedarfsdeckung beim Baustoff Asphalt von 83 %. Dementsprechend können wir zielgerichtet den Herstellungsprozess optimieren.

Ziele und Indikatoren

Anteil des zugeführten recycelten Asphalts in der Herstellung von Asphaltmischgut in den Konzernländern Deutschland, Österreich und Polen (Anteil an der Konzernleistung 71 %)
  • Deutschland: 33 % bei einer Gesamtproduktion von 3.303 Tsd. t Asphaltgemische (2019: 34 % bei 3.140 Tsd. t)
  • Polen: 40 % bei einer Gesamtproduktion von 2.391 Tsd. t Asphaltgemische (2019: 41 % bei 2.280 Tsd. t )
  • Österreich: 14 % bei einer Gesamtproduktion von 1.287 Tsd. t Asphaltgemische (2019: 13 % bei 1.248 Tsd. t)

Ziel: Wir streben an, den Recyclinganteil zu erhöhen, und sind dabei auch auf die Vorgaben unserer Auftraggeberschaft angewiesen.


¹Die Mengendaten wurden anhand von Durchschnittspreisen aus Preisdaten abgeleitet.

Mehr zum Thema Materialien finden Sie in dem aktuellen Geschäftsbericht.

ENERGIE



Neben dem Materialverbrauch ist auch der Energieverbrauch insbesondere bei der Erstellung und während der Nutzung von Gebäuden ein wesentliches Thema: Rund 40 % des gesamten Energieverbrauchs und etwa 36 % der damit verbundenen Treibhausgasemissionen in der Europäischen Union entfallen auf Gebäude – sowohl in der Errichtungs- als auch in der Nutzungsphase.¹ Um die Klimaneutralität der EU bis 2050 zu erreichen, sieht der European Green Deal eine umfassende Verbesserung der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden vor.² Außerdem wird auf nationaler Ebene durch die anstehende CO2-Bepreisung in Deutschland (2021) und Österreich (2022) ein ökonomischer Anreiz zur Steigerung der Energieeffizienz von Gebäuden gesetzt.
Vor diesem Hintergrund hat sich STRABAG im Rahmen der FASTER TOGETHER 2022-Strategie zum Ziel gesetzt, eine kontinuierliche Reduktion von CO2-Emissionen zu messen. Das erreichen wir u. a. durch Energieeffizienz-Maßnahmen und den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energieträger. Dadurch werden das Klima und die Umwelt geschont und die Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit von STRABAG verbessert. Gleichzeitig ist das Potenzial, Energie einzusparen, in der Bauwirtschaft am größten. Um dieses Potenzial zu heben, entwickeln wir u. a. unser umfassendes Energie- und Treibstoffmanagement kontinuierlich weiter und berichten über die damit einhergehenden Treibhausgasemissionen.

¹EU Comission – Buildings, https://ec.europa.eu/jrc/en/energy-efficiency/buildings (Abruf am 7.12.2020)
²EU Comission – Ein europäischer Grüner Deal, https://ec.europa.eu/info/strategy/priorities-2019-2024/european-green-deal_de#manahmen (Abruf am 23.2.2021)

Projekte und Initiativen

Die Energie- und CO2-Daten für den Konzern werden in der selbst entwickelten und seit 2012 eingesetzten Software CarbonTracker systematisch erfasst und ausgewertet. Auf dieser Grundlage werden Konzepte entwickelt, mit denen wir den Verbrauch fossiler Energieträger und die daraus resultierenden Treibhausgasemissionen durch effizientere konventionelle oder neuartige Maschinen langfristig verringern können. Der für den Konzern wichtigste Energieträger ist Treibstoff, der ca. 61 % der Energiekosten bedingt und daher die größten Einsparpotenziale für den Konzern birgt. Der analog der CarbonTracker- Software entwickelte FuelTracker ermöglicht es, den Treibstoffverbrauch von Pkw und Nutzfahrzeugen des STRABAG-Fuhrparks zu analysieren.

Ziele und Indikatoren

Erklärtes Ziel ist es, die durch unsere Geschäftstätigkeit verursachten negativen Einwirkungen auf die Umwelt so gering wie möglich zu halten. Dabei bearbeiten wir prioritär jene Themen, die das größte Verbesserungspotenzial versprechen und die wir durch unser eigenes Handeln direkt beeinflussen können, wie die Senkung des Energieverbrauchs und damit einhergehender Treibhausgasemissionen.

Energieverbrauch und CO2-Intensität der relevanten Energieverbrauchsbereiche
  • Fuhrpark:
    • Alle dieselbetriebenen Pkw in Deutschland und Österreich: 6,0 l/100 km (-0,5 %) und 160 g CO2/km (-0,8 %)
    • Alle dieselbetriebenen Nutzfahrzeuge in Deutschland und Österreich: 9,3 l/100 km (+1,14 %) und 249 g CO22/km (+1,14 %)
Ziel: Energieeffizienzsteigerung um mindestens 1 % bezogen auf das Vorjahr
  • Asphaltmischanlagen in Deutschland: 93,0 kWh/t produziertes Asphaltmischgut (+0 % zum Vorjahr) und 31,0 kg CO2/t produziertes Asphaltmischgut (-2,5 % zum Vorjahr)
Ziel: Energieeffizienzsteigerung um mindestens 1,3 % bezogen auf das Vorjahr





¹Aktuell werden die Energiedaten über die Preise des internen Rechnungswesens abgeleitet. Nur Kohlenstaub wird mengenbasiert erhoben. Für die Umrechnung der Energiekosten in Mengen wird auf Durchschnittspreise der folgenden Quellen zurückgegriffen: Strom, Erdgas-Eurostat; Diesel, Benzin, Leichtes und Schweres Heizöl, Flüssiggas/Flaschengas – Weekly Oil Bulletin der Europäischen Energie-Kommission. Des Weiteren werden Preise auch direkt aus Rechnungen entnommen. Die Umrechnung der Energieträger in die Einheit MWh (analog des Heizwerts) erfolgt für Treibstoffe und Heizöl anhand der Umrechnungsfaktoren des deutschen Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und für Kohlenstaub auf Basis von Lieferantenangaben.

Mehr zum Thema Energie finden Sie in dem aktuellen Geschäftsbericht.

NACHHALTIGES BAUEN



Steigende Energiepreise, zunehmend spürbare Auswirkungen des Klimawandels und das rasante Städtewachstum stellen die Bauwirtschaft vor neue Aufgaben: Gebäude werden nicht mehr nur auf Investitionskriterien hin optimiert, sondern es gewinnen auch Lebenszykluskosten, Qualität und Ressourceneffizienz an Gewicht.
Über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes betrachtet, ist der Anteil der energiebedingten Treibhausgasemissionen über die gesamte Betriebsphase am höchsten¹. Gebäude dahingehend zu optimieren, dass sie in der Nutzungsphase wenig oder keine Energie benötigen oder sogar Energie erzeugen, ist daher ein wichtiges und wachsendes Geschäftsfeld von STRABAG.

¹https://www.worldgbc.org/embodied-carbon (Abruf am 13.2.2020)

Mehr zum Thema nachhaltiges Bauen finden Sie im aktuellen Geschäftsbericht.



Auf der Website veröffentlicht am 28.07.2015 – Zuletzt publiziert am 15.06.2021 15:53:45
DOWNLOADS
LINKS